erste Veranstaltungen im Juni und Studie zur Zukunft der Mobilität

Liebe Mitglieder und Freunde des BUND Weinheim,

wir haben uns entschlossen, in der nächsten Woche die ersten Veranstaltungen auf unserer Streuobstwiese wieder anzubieten.


Veranstaltungen im Juni

Naturschützer Stammtisch am Dienstag den 16.06.2020

Treffpunkt ist im Bunter Garten (Oberer Grübweg, Weinheim) um 19:30 Uhr. Dazu werden wir ein Feuer machen und die Möglichkeit zum Grillen anbieten.

Beim Naturschützer Stammtisch treffen sich alle, die am Naturschutz Interesse haben, zu einem lockeren Beisammensein und informellen Austausch. Gäste sind gerne willkommen.

 

Pflegemaßnahme bunter Garten am Samstag den 20.06.2020

Wir müssen auf unserer Streuobstwiese wieder einmal Mähen und ein Teil des Zaunes bräuchte auch noch ein wenig Farbe. Wer Zeit und Lust hat zu helfen, ist herzlich willkommen. Wir können jede Hand gebrauchen.  Treffpunkt ist ab 9:00 Uhr direkt im Garten.

 


Studie: Mobiles Baden-Württemberg

Ein „weiter so“ in der Verkehrspolitik führt direkt in die Sackgasse, verfehlt alle Ziele der Nachhaltigkeit und führt zu steigenden Belastungen von Mensch, Umwelt und Klima

Eine vom Landesverband BW des BUND initiierte und von der Baden-Württemberg Stiftung herausgegebene wissenschaftliche Studie wurde Anfang Juni zum Thema “Mobiles Baden-Württemberg” veröffentlicht. Die Studie entwirft drei Zukunftsszenarien zur Mobilität in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2050.

Drei mögliche Szenarien

Szenario I „Neue Individualmobilität“

Der Individualverkehr mit Pkw spielt weiterhin die Hauptrolle. Ergänzend hinzukommen E-Mobilität und automatisiertes Fahren.

Szenario II „Neue Dienstleistungen“

Im Vordergrund steht neben der E-Mobilität das Auto-Teilen. Das ergibt insgesamt weniger Fahrzeuge.

Szenario IIII „Neue Mobilitätskultur“

Dieses Szenario vollzieht den größten Wandel. Hier dominieren kurze Wege, öffentliche Verkehrsmittel, Rad- und Fußverkehr sowie kollektive Nutzungskonzepte und Verkehrsvermeidung.

Szenario “Neue Mobilitätskultur”

Das Fazit wird dabei den Punkt gebracht:

Die Studie „Mobiles Baden-Württemberg“ lässt den Schluss zu, dass eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität eine völlig neue Verkehrspolitik erfordert. Der bloße Umstieg vom Verbrennungsmotor auf CO2-freie Antriebe reicht nicht aus. Dieses sind der Studie zufolge die Kernpunkte einer neuen Mobilitätspolitik:

  • Eine Mobilität innerhalb der ökologischen und gesundheitlichen Belastungsgrenzen kann nur mit
    einem deutlichen Rückgang des Pkw-Bestandes und der Pkw-Fahrleistungen gelingen.
  • Elektroautos und autonomes Fahren allein sind keine Lösung. Beide müssen eingebettet sein
    in eine Strategie der Vermeidung und Verlagerung des Autoverkehrs sowie des Downsizing der
    Fahrzeuge – also kleinere, effizientere und weniger hoch motorisierte Autos.
  • Attraktiver, flächendeckender öffentlicher Verkehr ist die tragende Säule eines nachhaltigen
    Verkehrssystems. Der ÖPNV wird ergänzt durch private elektrische Pkw, Rad- und Fußverkehr sowie
    die Vernetzung von Verkehrsmitteln, Car- und Ridesharing. Auf diese Weise ist auch der Zugang zu
    Mobilität für alle soziale Gruppen gewährleistet.
  • Ein nachhaltiges Verkehrssystem erfordert eine Neuorientierung der Infrastrukturplanung: Vorrang
    für den Ausbau des Schienennetzes und des ÖPNV sowie für den Rad- und Fußverkehr, Erhalt und
    Modernisierung des Straßennetzes, weitgehender Verzicht auf neue Kapazitäten im Straßennetz.

Weitere Informationen zur Studie:

  • Die Kurzfassung der Studie steht hier zum Herunterladen bereit (pdf, 1 MB)
  • Die Langfassung der Studie können Sie hier herunterladen (pdf, 15 MB).
  • Weitere Informationen zur Studie

 


 

Viele Grüße

Jörg Steinbrenner

 

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